Abschiedsparty für den letzten VW-Beetle

In Mexiko ist der letzte neue Volkswagen des Käfer-Modells vom Band gelaufen. Grund genug, das Glas zu erheben.

Adios: Die Belegschaft in Cuautlancingo will den historischen Moment bildlich festhalten. (Getty Images/Hector Vivas/10. Juli 2019)

Adios: Die Belegschaft in Cuautlancingo will den historischen Moment bildlich festhalten. (Getty Images/Hector Vivas/10. Juli 2019)

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Mit einer Feier in seinem Werk im mexikanischen Bundesstaat Puebla stellte der deutsche Autobauer am Mittwoch die Produktion des Nachfolgers des legendären VW-Käfers ein. Dort war fast 40 Jahre lang auch der Käfer gebaut worden. Andere Modelle wie der Golf und der Jetta werden weiterhin in Puebla hergestellt. «Mit dem Volkswagen Beetle schliesst Volkswagen de México ein sehr wichtiges und erfolgreiches Kapitel seiner Geschichte», teilte die Tochterfirma des Wolfsburger Konzerns mit.

Der VW-Käfer war Kultauto des 20. Jahrhunderts. Überall auf der Welt fand der robuste Wagen mit dem luftgekühlten Boxer-Motor im Heck Freunde, als «Herbie» wurde er sogar zum Filmstar. Bis 1985 wurde der Käfer in Deutschland verkauft, wegen seiner Beliebtheit aber noch lange aus Mexiko importiert. Erst 2003 wurde die Produktion dort endgültig eingestellt. Insgesamt liefen über die Jahrzehnte 21,5 Millionen Käfer vom Band.

Noch immer äusserst beliebt

Das Nachfolgemodell Beetle wurde seit 1997 in Puebla gebaut. Im vergangenen Jahr kündigte Volkswagen eine «Final Edition» für den mexikanischen Markt an. Der Käfer ist in dem lateinamerikanischen Land noch immer äusserst beliebt. Käfer-Taxis prägten jahrzehntelang das Strassenbild von Mexiko-Stadt. Die letzten Lizenzen für den «Vocho» liefen 2012 aus.

Mexiko gilt wegen günstiger Löhne, relativ gut ausgebildeter Arbeitskräfte und einer soliden Infrastruktur für deutsche Autobauer als attraktiver Produktionsstandort. Das VW-Werk in Puebla ist eines der grössten des Konzerns weltweit. Die Automobilindustrie ist ein wichtiger Wirtschaftszweig in Mexiko. Rund 900'000 Menschen sind in dem Sektor beschäftigt. (fal/sda)

Erstellt: 10.07.2019, 22:09 Uhr

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