Arbeitslosigkeit fällt auf 2,6 Prozent zurück

Gute Wirtschaftsentwicklung in der Schweiz: Im letzten Jahr waren 25'000 weniger Personen als arbeitslos gemeldet als noch 2017.

In der Schweiz hat sich die Lage am Arbeitsmarkt im vergangenen Jahr weiter deutlich aufgehellt. Die Arbeitslosenquote liegt damit auf dem tiefsten Stand seit zehn Jahren. Betrachtet man nur die Entwicklung im Monat Dezember, dann hat sich die Quote verglichen mit November wie erwartet erhöht.

Die jahresdurchschnittliche Zahl der Arbeitslosen lag 2018 mit 118'103 Personen um 25'039 tiefer als noch 2017, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Dienstag mitteilte. Daraus ergibt sich im Jahresmittel eine Arbeitslosenquote von 2,6 Prozent, nachdem sie im Jahr davor 3,2 Prozent und 2016 3,3 Prozent betragen hatte.

Die Zahlen zeigten, dass es der Schweizer Wirtschaft gut geht und dass sich der Arbeitsmarkt in einer guten Verfassung befindet, so das Seco. Stark abgenommen habe die Arbeitslosenzahl bis Juli, danach verblieb sie auf tiefem Niveau. Ab November hätten in erster Linie saisonale Effekte zu einer Zunahme geführt.

Saisonal bedingte Zunahme im Dezember

Per Ende Dezember waren insgesamt 119'661 Personen bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) eingeschrieben. Das waren verglichen mit November 9'187 mehr. Die Arbeitslosenquote stieg somit um 0,2 Prozentpunkte auf 2,7 Prozent, verharrte allerdings um Saisonfaktoren bereinigt bei 2,4 Prozent.

Die Werte entsprechen in etwa den Erwartungen der Ökonomen. Diese hatten im Vorfeld der Publikation für Dezember eine Arbeitslosenquote im Bereich von 2,6 bis 2,7 Prozent erwartet. Die Prognosen zur saisonbereinigten Ziffer lagen bei 2,4 und 2,5 Prozent.

Weiter hat das Seco im Berichtsmonat 197'950 Stellensuchende gezählt, das sind 7'738 mehr als im Vormonat. Gegenüber dem Vorjahr sank die Zahl jedoch um 6,6 Prozent. Die gute Entwicklung am Arbeitsmarkt wird auch die Bundesfinanzen entlasten. Das Rechnungsjahr 2018 schloss der Ausgleichsfonds der Arbeitslosenversicherung mit einem Überschuss von 1,11 Milliarden Franken ab und so konnten die Darlehen bei der Bundestresorie auf 1,1 Milliarden halbiert werden.

Positives Fazit zur Stellenmeldepflicht

Ein positives Fazit zieht das Seco betreffend der Einführung der Stellenmeldepflicht, sie gilt seit Juli. Es handelt sich dabei um die Umsetzung des «Inländervorrangs light» und soll dazu beitragen, das Potenzial an inländischen Arbeitskräften besser zu nutzen. Das Parlament beschloss die Massnahme für eine EU-kompatible Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative der SVP.

Die starke Zunahme der gemeldeten offenen Stellen zeige, dass die Arbeitgeber der Stellenmeldepflicht nachkommen, resümiert das Seco. Die IT-Systeme zur Online-Erfassung von offenen Stellen funktionieren laut Seco gut und die notwendigen Überprüfungen bei den RAV erfolgten rasch. (sep/sda)

Erstellt: 08.01.2019, 08:03 Uhr

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