Chinesischer Grossauftrag für Airbus

Der europäische Flugzeughersteller verkauft 300 Maschinen nach China. Das ist ein weiterer Dämpfer für Konkurrent Boeing.

Erfolgreicher Typ: Ein Flugzeug der Airbus-Familie wird in Toulouse fertig gebaut. (20. März 2019)

Erfolgreicher Typ: Ein Flugzeug der Airbus-Familie wird in Toulouse fertig gebaut. (20. März 2019) Bild: Frédéric Scheiber/Keystone

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Im Zuge seiner Europareise wurde Chinas Präsident Xi Jinping in Paris empfangen. Sein französischer Amtskollege Emmanuel Macron begrüsste Xi am Montagnachmittag mit militärischen Ehren am Pariser Triumphbogen.

Derweil ergatterte sich Airbus einen Grossauftrag. Der europäische Flugzeugbauer verkauft 290 Maschinen vom Typ A320 und zehn A350 nach China, wie das Unternehmen am Montagabend mitteilte. Die Vereinbarung wurde am Montag am Rande eines Staatsbesuchs von Chinas Staatschef Xi Jinping in Paris getroffen. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sprach vor Journalisten von einem «exzellenten Signal». Über den Wert der Bestellung wurde zunächst nichts bekannt.

Weiterer Rückschlag für Boeing

Airbus kann damit für seine A320-Familie einen weiteren Erfolg verbuchen, während US-Rivale Boeing nach zwei Flugzeugabstürzen mit einem enormen Imageschaden und dem möglichen Verlust von Aufträgen kämpft. Schon länger war über ein grösseres Airbus-Geschäft mit China spekuliert worden.

Bei einem Staatsbesuch in China im Januar 2018 hatte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron angekündigt, das Land beabsichtige den Kauf von 184 Jets aus der A320-Familie. Seitdem drang über den Stand der weiteren Verhandlungen aber kaum etwas an die Öffentlichkeit.

China ist für Airbus ein bedeutsamer Absatzmarkt: Knapp ein Viertel seiner Verkehrsflugzeuge liefert das Unternehmen in das Land aus. Aber auch in der Produktion ist China ein wichtiger Partner. Unter anderem lässt Airbus in Tianjin A319- und A320-Flugzeuge montieren.

Video: Der ACJ320neo von Airbus bietet Luxus über den Wolken

Die Maschine hat eine Gesamtlänge von 37 Metern. (Video: Vizzr/Tamedia)

Xis Europa-Reise geht weiter

Am Dienstag soll es dann zum Abschluss des Staatsbesuchs ein Vierer-Treffen von Xi und Macron mit der deutschen Kanzlerin Angela Merkel und dem EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker in der französischen Hauptstadt geben.

Xi hatte bei seiner Europareise zuvor in Italien und Monaco Station gemacht. Chinas Wirtschaftsmacht und seine Versuche, mit Investitionen und Firmenkäufen auch auf dem europäischen Markt weiter Fuss zu fassen, lösen in vielen EU-Staaten Sorge aus. (fal/sda)

Erstellt: 25.03.2019, 18:42 Uhr

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