Neun von zehn Schweizer zufrieden mit ihrem Job

Die Mehrheit der Schweizer geht gerne zur Arbeit. Die Hälfte fühlt sich jedoch für die digitale Zukunft nicht gut gerüstet.

Arbeiter im Maschinenbau sind deutlich zufriedener mit ihrem Job als im Vorjahr. Foto: Reto Oeschger

Arbeiter im Maschinenbau sind deutlich zufriedener mit ihrem Job als im Vorjahr. Foto: Reto Oeschger

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Die grosse Mehrheit der Schweizerinnen und Schweizer geht gerne zur Arbeit. In einer Umfrage gaben 87 Prozent an, mit ihrem Job zufrieden oder sehr zufrieden zu sein. Der Wert hat sich somit gegenüber dem Vorjahr kaum verändert. Laut der Umfrage, die im Auftrag des Beratungsunternehmens EY durchgeführt wurde, gibt es jedoch Branchenunterschiede. Im Baugewerbe und im Maschinen-/Anlagenbau habe die Zufriedenheit zum Beispiel deutlich zugenommen.

Im Banken- und Versicherungssektor war sie laut den Angaben hingegen rückläufig, wobei diese Aussage aufgrund der geringen Anzahl der Befragten nur bedingt aussagekräftig sei, wie EY am Montag in einem Communiqué einräumt. Insgesamt wurden 1'501 Personen befragt.

Entsprechend der hohen Zufriedenheit geht auch nur knapp ein Viertel der Befragten davon aus, «sehr wahrscheinlich» oder «eher wahrscheinlich» innerhalb des nächsten Jahres den Arbeitsplatz zu wechseln, wie es weiter heisst. Dieser Wert nimmt mit zunehmendem Alter stark ab: Bei den 16-24-Jährigen beträgt er 37 Prozent, bei den über 55-Jährigen 14 Prozent.

Schlecht für Zukunft gerüstet

Laut der Umfrage sieht sich ausserdem nur etwa die Hälfte der Befragten für die zukünftige Arbeitswelt gut gerüstet. Gleichzeitig ist fast die Hälfte der Meinung, dass die Jobs der Zukunft attraktiver sein werden.

Zwischen den Generationen und den Geschlechtern zeichne sich dabei eine deutliche Kluft ab. Junge Männer mit Hochschulabschluss, die in der Stadt leben, seien in Bezug auf ihre Zukunft sehr zuversichtlich.

Sie seien demnach überzeugt, dass Menschen nicht durch Maschinen ersetzt werden könnten. Die älteren Altersgruppen sind laut der Studie skeptischer. Und auch Frauen, die in ländlicher Umgebung leben und eine Grundausbildung oder eine Lehre abgeschlossen haben, seien sich der Risiken stärker bewusst als der Chancen. (sda)

Erstellt: 19.08.2019, 12:38 Uhr

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