VW streicht bis zu 7000 Stellen

Der deutsche Autokonzern produziert ab 2022 in Hannover und Emden Elektroautos und braucht dafür weniger Angestellte.

Volkswagen streicht Tausende Stellen. (Symbolbild)

Volkswagen streicht Tausende Stellen. (Symbolbild) Bild: Julian Stratenschulte/Keystone

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Bei Deutschlands grösstem Autokonzern Volkswagen fallen Tausende Stellen weg. Dies berichtet die deutsche Tageszeitung «FAZ».

An den Standorten Hannover und Emden sollen von den insgesamt 22'000 Stellen 7000 wegfallen. Die Zeitung beruft sich dabei auf einen Firmenvertrag zur Beschäftigungssicherung vom November. Darin werde vereinbart, dass die Reduktion in den nächsten Jahren über die natürliche Fluktuation und Altersteilzeit geschehen soll. Dies sei aber nur möglich, wenn Altersteilzeitregelungen voll ausgeschöpft würden, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus gut informierten Kreisen.

Laut «FAZ» sei der Grund die Umstellung auf die Produktion von Elektroautos. In Emden werden so ab 2022 unter anderem elektrische Kleinwagen hergestellt, in Hannover vollelektrische Bullis. Bis zu 4000 Stellen könnten in Hannover und bis zu 3000 in Emden gestrichen werden. Dies sei aber nur auf freiwilliger Basis möglich. In Hannover blieben dann gut 10'000 Beschäftigte, in Emden etwa 6000.

Passat wird künftig in Tschechien gefertigt

Hintergrund ist, dass die Produktion von Elektroautos als weniger aufwendig gilt. Gleichzeitig können nach dpa-Informationen Zukunftsjobs rund um den Megatrend Digitalisierung in den Werken entstehen. Befristet Beschäftigten will Volkswagen Verträge bei Porsche und im VW-Werk in Kassel anbieten.

Unlängst hatte VW-Konzernchef Herbert Diess angekündigt, es werde an den beiden Standorten keine betriebsbedingten Kündigungen geben. Der bisher in Emden gefertigte Passat wird künftig nach Tschechien zu Skoda verlagert. Dafür soll in Emden ein E-Kleinwagen für unter 20'000 Euro neben Limousinen mehrerer Marken gefertigt werden. In Hannover soll der elektrische Kleinbus ID Buzz entstehen, aber auch der «Bulli» wird weiter dort gebaut. Zusätzlich soll dort laut Konzernbetriebsrat ein grosses Elektrofahrzeug vom Band rollen. (sep/SDA)

Erstellt: 21.12.2018, 10:28 Uhr

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