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Arbeiten für Ausbau der NEAT in Italien beginnen im Jahr 2016

In Italien sind die Arbeiten für den Ausbau der NEAT-Zubringerstrecken zum Vier-Meter-Korridor auf Kurs. Sie sollen im kommenden Jahr beginnen, wie das Eidgenössische Umwelt- und Verkehrsdepartement (UVEK) mitteilte.

Bundesrätin Doris Leuthard traf den italienischen Infrastruktur- und Verkehrsminister Graziano Delrio am Donnerstag in Rom zu einem Arbeitsbesuch. Die beiden sprachen über den Gotthard-Basistunnel und die NEAT. Leuthard lud ihren Kollegen bei dieser Gelegenheit zur Eröffnung des neuen Basistunnels am 1. Juni 2016 ein. Ausbau zu Vier-Meter-Korridor Mit dem Vier-Meter-Korridor wird es möglich, Sattelauflieger mit Eckhöhe von vier Metern auf die Bahn zu verladen. Die Schweiz und Italien hatten schon Anfang 2014 in Bern vereinbart, dass die Schweiz an den Ausbau des NEAT-Zubringers in Italien einen A-fonds-perdu-Beitrag von 120 Millionen Euro leistet. Das Geld ist für die Luino-Linie bestimmt, die von der Schweiz aus zu den Terminals Gallarate und Busto-Arsizio führt. Diese Linie ist nach Angaben des Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) für die Verlagerung des Güterverkehrs von der Strasse auf die Schiene wichtig. Der Schweiz ist es laut UVEK ein Anliegen, dass der Zubringer mit dem Europäischen Zugsicherungssystem (ETCS) ausgerüstet wird. Mit diesem System erhalten Lokführer die Informationen für die Fahrt auf einem Bildschirm im Führerstand. Damit ausgerüstet werden auch die Basistunnels durch den Gotthard, den Ceneri und den Lötschberg. Das Anfang 2014 von Leuthard und ihrem damaligen Amtskollegen Maurizio Lupi in Bern unterzeichnete Abkommen betrifft auch die Bahnstrecke Chiasso-Mailand. Die Kosten von 40 Millionen Euro für den Ausbau dieses Streckenabschnittes übernimmt demnach Italien. Dank an Delrio Leuthard und Delrio sprachen auch über die noch nicht fertiggestellte Bahnstrecke von Mendrisio nach Varese, die das Tessin mit dem Mailänder Flughafen Malpensa verbinden wird. In Italien ruhten die Bauarbeiten über zwei Jahre lang, weil eine Deponie für mit natürlichem Arsen verseuchtes Aushubmaterial fehlte. Im vergangenen Sommer wurden die Arbeiten in Italien schliesslich wieder aufgenommen. Leuthard habe Delrio bei ihrem Besuch in Roma für dessen Einsatz für die Wiederaufnahme der Bauarbeiten gedankt, hiess es dazu im Communiqué vom Donnerstag. Im Dezember 2017 soll die Bahnstrecke auf der italienischen Seite in Betrieb gehen, wie die Behörden des Nachbarlandes am Dienstag den Tessiner Behörden zusicherten. Auf der Schweizer Seite rollen die Züge seit Ende 2014. Eigentlich wäre geplant gewesen, dass Schweizer Besucher der Expo 2015 in Mailand über die Bahnstrecke Mendrisio-Varese auf das Expogelände reisen. Die Verzögerung der Bauarbeiten in Italien sorgte in den vergangenen Jahren wiederholt für Spannungen zwischen dem Tessin und der Lombardei.

SDA

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