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BAG lockert Einschränkung bei Hepatitis-C-Medikamenten

Mehr Patientinnen und Patienten, die an Hepatitis C leiden, sollen in den Genuss von Medikamenten der neuen Generation kommen. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat die Kostenübernahme durch die Grundversicherung ausgeweitet.

Bald erhalten mehr Patienten in der Schweiz Zugang zu Hepatitis-C-Tabletten.
Bald erhalten mehr Patienten in der Schweiz Zugang zu Hepatitis-C-Tabletten.
Keystone

Bisher war die Kostenübernahme bei Arzneimitteln der neuen Generation wie Viekirax und Exviera, Harvoni, Olysio und Sovaldi solchen Patienten vorbehalten, deren Leber durch das Virus bereits stark geschädigt war. Ab 1. August 2015 übernimmt die obligatorische Krankenpflegeversicherung die Kombination der Medikamente Viekirax und Exviera sowie das Präparat Olysio nun auch bei Patienten, bei denen die Krankheit weniger weit fortgeschritten ist, wie das BAG am Montag mitteilte. Künftig sollen rund 900 Personen pro Jahr zusätzlich mit diesen Medikamenten behandelt werden. Mit der Erweiterung der Kostenübernahme folgt das BAG den Empfehlungen der Fachleute. Preise sinken Im Gegenzug sinken die Preise für die Behandlungen. Das Pharmaunternehmen Abbvie, das Viekirax und Exviera herstellt, senkte auf Vorschlag des BAG den Preis der Behandlung, die normalerweise zwölf Wochen dauert, von 62'000 auf 46'000 Franken. Olysio, produziert von Janssen-Cilag, befand sich bereits auf einem tiefen Preisniveau, wie das BAG schreibt. Der Hersteller von Sovaldi und Harvoni ging bisher aber nicht auf die Vorschläge des BAG ein, weshalb diese Medikamente weiterhin Patienten mit fortgeschrittenen Lebererkrankungen vorbehalten bleibt. Das BAG rechnet damit, dass es in den nächsten Jahren immer öfter vorkommen wird, dass Arzneimittel aufgrund sehr hoher Preise gezielt oder gestaffelt in die Spezialitätenliste aufgenommen werden müssen. So soll ein "möglichst gutes Kosten-Nutzen-Verhältnis" erreicht werden.

SDA

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