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SMI fällt unter 10'000 Punkte

Seit Montag gehts fast nur noch abwärts. Nun folgt der nächste happige Verlust.

«Aktien korrigieren»: Auch an der New Yorker Börse dominiert die Farbe rot. Foto: Reuters, 27. Februar 2020
«Aktien korrigieren»: Auch an der New Yorker Börse dominiert die Farbe rot. Foto: Reuters, 27. Februar 2020

An der Schweizer Börse geht der Ausverkauf vor dem Wochenende weiter. Die Stimmung der Anleger trübe sich immer weiter ein. «Nervosität ist nicht mehr der richtige Ausdruck dafür. Man muss jetzt wohl von panikartigen Zuständen sprechen», sagt ein Händler. «Das ist Panik», sagte ein anderer Börsianer. Und ein Ende dieses «Selloffs» sei noch nicht auszumachen. Der SMI Volatilitätsindex VSMI, das Angstbarometer der Börse, schnellte um 25 Prozent auf 33 Punkte hoch.

Die Beteiligungspapiere stehen wegen der Ausbreitung des Coronavirus und der damit zu erwartenden negativen Folgen für die Weltwirtschaft immer stärker unter Druck. Die Anleger unterschieden nicht mehr zwischen guten und weniger guten Werten. Auch mit Gewinnmitnahmen seien die Einbussen nicht mehr zu erklären. Der SMI Volatilitätsindex VSMI, das Angstbarometer der Börse, schnellt um 25 Prozent auf 33 Punkte hoch.

Der Swiss Market Index (SMI) notiert um 11.10 Uhr um 3,66 Prozent tiefer bei 9'832,27 Punkten. Kurzzeitig fiel der Leitindex gar bis 9'766 Punkte und damit auf den tiefsten Stand seit Anfang Oktober. Damit hat der SMI von seinem vor gut einer Woche markierten Allzeithoch rund 13 Prozent eingebüsst. Der SLI, der die 30 wichtigsten Werte einschliesst, sinkt um 3,86 Prozent auf 1'496,43 und der umfassende SPI um 3,76 Prozent auf 11'877,48 Zähler.

Sämtliche SLI-Werte geben nach. Die stärksten Abschläge verbuchen mit Temenos (-7,1%), Lonza (-5,4%), AMS (-5,3%), Zurich (-4,5%), Vifor (-4,7%) und Sika (-4,42) Anteile, die im vergangenen Jahr auch gut gelaufen waren. Stark unter Druck stehen auch die Banken Credit Suisse (-5,7%), UBS (-4,4%) und Julius Bär (-4,9%).

Die Aktien Swiss Life sacken trotz guter Ergebnisse um 3,7 Prozent ab. Der Lebensversicherer hat im Vorjahr den Gewinn um 12 Prozent auf 1,20 Milliarden Franken gesteigert. Die Dividende soll auf 20 von 16,50 Franken je Aktie erhöht werden. Zudem sollen bis im Mai Aktien im Umfang von rund 400 Millionen Franken erworben werden.

Besser als der Gesamtmarkt schlagen sich Nestlé (-2,3%), Schindler (-2,6%), Swiss Re (-2,8%) und SGS (-2,9%).

Grosser Wertverlust an der Wall Street

Die Wall Street hat angesichts wachsender Furcht vor dem Coronavirus bereits gestern einen schwarzen Tag erlebt. An der New Yorker Börse verlor der Aktienindex Dow Jones am Donnerstag 1200 Punkte oder 4,4 Prozent. Das war der grösste Wertverlust seit mehr als zwei Jahren.

Nachdem der Wall-Street-Index seine frühen Verluste im Handelsverlauf hatte eindämmen können, setzte in der letzten Handelsstunde ein neuer Abwärtssog ein. Mit minus 4,4 Prozent auf 25'766,64 Punkte beendete der Dow den Tag. Seit seinem Rekordhoch vor rund zwei Wochen ist der US-Leitindex inzwischen um knapp 13 Prozent abgesackt. Allein seit Wochenbeginn sind es etwas mehr als 11 Prozent.

«Die Geschwindigkeit, mit der die Märkte fallen, ist hoch», sagte ein Börsenstratege. Zugleich lasse sich nach wie vor nicht absehen, wann es vorbei sei. Bis der Dow und die anderen Indizes ihren Boden gefunden haben werden, dürfte es aber wohl noch eine Weile dauern, sagte der Marktteilnehmer.

(SDA)

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