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Bund lanciert eidgenössisches Diplom für ICT-Sicherheit

Sie schützen Unternehmen und Verwaltungen vor Hackern. Nun erhalten Sicherheitsexperten für die Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT) die Möglichkeit, sich mit einer höheren Fachprüfung für ein eidgenössisches Diplom zu qualifizieren.

Bundesrat Johann Schneider-Ammann lancierte das neue Berufsbild mit dem geschützten Titel "ICT Security Expert mit eidgenössischem Diplom" am Mittwoch in Bern vor Bildungsexperten und Branchenvertretern. IT-Sicherheit sei für die Schweiz als Datenhub von grosser Bedeutung, sagte der Vorsteher des Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) gemäss einer Mitteilung. Entsprechende Fachkräfte seien gesucht.

Erarbeitet wurde das neue Berufsbild vom Berufsverband ICT-Berufsbildung Schweiz zusammen mit dem Informatiksteuerungsorgan des Bundes (ISB) und einer breiten privatwirtschaftlichen Trägerschaft. Die Arbeiten dauerten zwei Jahre, wie es in der Mitteilung von ICT-Berufsbildung heisst.

Grosses Interesse

Das eidgenössische Diplom steht sowohl Berufspraktikern als auch Akademikerinnen offen, die Erfahrungen auf dem Gebiet der IT-Sicherheit haben. Der Abschluss bereitet Absolventinnen und Absolventen auf anspruchsvolle Fach- und Führungsaufgaben vor.

Die erste höhere Fachprüfung, die in deutsch und französisch angeboten wird, findet im August 2018 statt. Ein erster Vorbereitungskurs ist bereits gestartet.

Es gibt aktuell um die 60 Interessenten, wie es bei ICT-Berufsbildung auf Anfrage hiess. Weitere Kursangebote in der Deutsch- und Westschweiz seien in Planung. An der ersten Prüfung 2018 können aus Qualitätsgründen höchstens 30 Personen teilnehmen, danach rechnet der Verband mit jährlich 50 bis 60 Kandidierenden.

Tadelloser Leumund

ICT-Sicherheitsexperten, welche die Prüfung absolvieren wollen, müssen viel Fachwissen zur Informations- und IT-Sicherheit mitbringen. Aufgrund der grossen Verantwortung der Tätigkeit ist ein tadelloses Leumundszeugnis Pflicht.

Daneben brauchen Kandidierende Sozial- und Kommunikationskompetenzen, denn sie müssen einerseits mit Verwaltungsräten, Fachexperten, Mitarbeitenden und externen Dienstleistern zusammenarbeiten können. Ausserdem sollen sie im Betrieb Sicherheitsbewusstsein schaffen und im Ernstfall Cyberangriffe bewältigen können.

Die Kosten für Vorbereitungskurse bewegen sich zwischen 15'000 und 20'000 Franken. Um die eidgenössischen Prüfungen zu fördern, leistet der Bund auf Antrag Subventionen. Gemäss Angaben von ICT-Berufsbildung übernimmt der Bund ab 2018 die Hälfte der Kosten oder maximal 10'000 Franken pro Person.

SDA

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