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Hier droht der Absturz der Immobilienpreise

Die UBS schätzt in drei Vierteln von 20 untersuchten Grossstädten die Immobilien entweder als stark überbewertet ein oder sieht das Risiko einer Immobilienblase.

Weist mit 2,12 den höchsten Wert im UBS Global Real Estate Bubble Index 2017 aus: Die kanadische Stadt Toronto.
Weist mit 2,12 den höchsten Wert im UBS Global Real Estate Bubble Index 2017 aus: Die kanadische Stadt Toronto.
The Canadian Press, Chris Young, Keystone
Erlebte in den letzten Jahren einen Immobilienboom: Die schwedische Hauptstadt Stockholm.
Erlebte in den letzten Jahren einen Immobilienboom: Die schwedische Hauptstadt Stockholm.
Fredrik Sandberg, Ex-Press
Von 20 untersuchten Städten weltweit weist nur Chicago eine Unterbewertung auf.
Von 20 untersuchten Städten weltweit weist nur Chicago eine Unterbewertung auf.
Christian Beutler, Keystone
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Die Gefahr einer Preiskorrektur am Immobilienmarkt ist in Toronto, Stockholm und München gemäss der Berechnung der UBS am grössten. Ihr Global Real Estate Bubble Index 2017 registriert ausserdem eine besonders grosse Steigerung der Überhitzungsgefahr für Stockholm, München und Amsterdam.

Höher überbewertet gegenüber dem Vorjahr seien auch Paris und Frankfurt, teilte die UBS heute mit. Für London bestehe weiterhin das Risiko einer Blase, wenn auch in geringerem Ausmass als im Vorjahr.

Alle europäischen Städte mit Ausnahme von Mailand befinden sich mindestens im überbewerteten Bereich. Chicago ist die einzige Stadt in der Studie mit einem unterbewerteten Eigenheimmarkt.

Immobilien in Zürich und Genf sind aus Sicht der UBS überbewertet (gelbe Säulen). Grafik: UBS
Immobilien in Zürich und Genf sind aus Sicht der UBS überbewertet (gelbe Säulen). Grafik: UBS

In der Schweiz sind Zürich und Genf moderat überbewertet. Seit 2012 sind die Wohnungspreise in Zürich um 10 Prozent gestiegen. Dagegen gaben die Preise in Genf um 10 Prozent nach – scheinen aber gemäss Studie nun die Talsohle erreicht zu haben. Dank günstiger Finanzierungskonditionen bestehe weiterhin eine rege Nachfrage nach Wohneigentum, sagte Matthias Holzhey, Chef Swiss Real Estate Investment bei UBS Wealth Management.

Chinesen feuern Nachfrage an

International rechnet die UBS wegen tiefen Hypothekarzinsen, knappem Wohnungsangebot und einkommensstärkerer Haushalte mit weiter steigenden Immobilienpreisen. Zusätzlich angefeuert werde die Nachfrage von chinesischen Investoren, die lokale Kaufinteressenten aus dem Markt verdrängten.

Die UBS stützt sich bei der Bewertung auf die Analyse der langjährigen Preisentwicklung in diesen Städten. Die Erfahrungswerte zeigen, dass zwischen 1985 und 2009 mit wenigen Ausnahmen die Immobilienpreise in diesen Städten jeweils innerhalb von 3 Jahren um 30 Prozent fielen, wenn der Index über den Wert von 1,0 stieg. Dies ist die Schwelle für eine Überbewertung. Steigt der Index über 1,5 sieht die UBS das Risiko einer Preisblase.

Toronto, Stockholm, München, Vancouver, Sydney London, Hongkong, Amsterdam weisen Werte über 1,5 aus. Paris, San Francisco, Los Angeles und Zürich liegen bei mehr als 1.

SDA/rub

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