Zum Hauptinhalt springen

Konjunkturbarometer fällt auf tiefsten Stand seit 2015

Die Wirtschaftsaussichten für die Schweiz sind trübe: Der Vormonats-Wert wurde klar nach unten revidiert.

Verarbeitendes Gewerbe schwächelt: Metallverarbeitung in Airolo. (Keystone/Gabriele Putzu)
Verarbeitendes Gewerbe schwächelt: Metallverarbeitung in Airolo. (Keystone/Gabriele Putzu)

Die Aussichten für die Schweizer Konjunktur trüben sich weiter ein. Das von der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich berechnete Konjunkturbarometer sinkt im September um 2,3 Punkte auf 93,2 Punkte und damit auf den tiefsten Stand seit 2015.

Der für den August ausgewiesene Wert liegt klar unter den Schätzungen: Die von der Nachrichtenagentur AWP befragten Ökonomen hatten den Frühindikator im Vorfeld im Bereich von 95,5 bis 97,6 Punkten erwartet. Der Vormonats-Wert vom August (97,0 Pkt.) wurde klar nach unten revidiert (-1,5 Pkt) auf 95,5 Punkte.

Verarbeitendes Gewerbe schwächelt

Das markant gesunkene Konjunkturbarometer zeigt laut KOF, dass die Wirtschaftsaussichten für die Schweiz auch gegen Ende des Jahres 2019 eingetrübt bleiben. Zurückzuführen sei das gesunkene Niveau in erster Linie auf die nachlassenden Entwicklungen im Verarbeitenden Gewerbe, teilte die Konjunkturforschungsstelle der ETH am Montag mit.

Dass im Verarbeitenden Gewerbe immer mehr Wolken am Konjunkturhimmel aufziehen, liege insbesondere an der schwächelnden Metall- sowie Holz- und Chemieindustrie. In diesen Branchen liessen sich die stärksten negativen Tendenzen beobachten. Hinzu kämen Indikatoren aus dem Maschinen- und Fahrzeugbau, welche ebenfalls auf eine negative Entwicklung hindeuten würden.

Die Schwächen im Übrigen produzierenden Gewerbe zeigen sich laut KOF vor allem bei den Auftragsbeständen, in der Produktionsentwicklung und in den Einschätzungen zur allgemeinen Geschäftslage. Die Beurteilung der Wettbewerbssituation und der Exportaussichten bleibe hingegen nahezu unverändert im Vergleich zum Vormonat, hiess es weiter.

Leicht verstärkt werde der Rückgang zudem durch ein negativeres Indikatorenbündel für den Dienstleistungsbereich und das Gastgewerbe. Der private Konsum, die Auslandsnachfrage und das Baugewerbe hätten sich derweil zum Vormonat relativ stabil gezeigt.

Mehr Indikatoren

Im September 2019 fand zudem laut KOF das jährliche Update des Konjunkturbarometers statt. Dabei wurde unter anderem die Grundgesamtheit der Indikatoren, welche in die Auswahlprozedur einfliessen, neu definiert. Das aktualisierte Konjunkturbarometer basiere nun auf 376 Indikatoren gegenüber 345 in der Vorversion.

Das KOF-Konjunkturbarometer ist ein Frühindikator für die Entwicklung der Schweizer Konjunktur. Es handelt sich um einen Sammelindikator, der sich aus einer Vielzahl von Einzelindikatoren zusammensetzt. Diese werden über statistisch ermittelte Gewichte zu einem Gesamtindikator zusammengefasst.

SDA/sep

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch