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SMI erobert 9000 Punkte zurück

Die Schweizer Börse ist auf Erholungskurs: Optimismus im Handelsstreit zwischen den USA und China sorgt für «Risk-on»-Stimmung bei den Anlegern.

Kurz nach Weihnachten war der SMI noch bis auf einen Tiefstwert von 8139 Zähler abgesackt. (Archiv)
Kurz nach Weihnachten war der SMI noch bis auf einen Tiefstwert von 8139 Zähler abgesackt. (Archiv)
Ennio Leanza, Keystone

Der Schweizer Aktienmarkt setzt am Freitag eine mehrtätige Gewinnserie fort. Der Leitindex SMI hat dabei kurz nach dem Mittag die prestigeträchtige Marke von 9000 Punkten zurückerobert. Über dieser Schwelle hatte der SMI (Swiss Market Index) letztmals Anfang Dezember 2018 notiert. Kurz nach Weihnachten war der SMI noch bis auf einen Tiefstwert von 8139 Zähler abgesackt.

Für Kauflaune sorgt ein neuer Optimismus im Handelsstreit zwischen den USA und China, der die Finanzmärkte seit längerem belastet. Medienberichten zufolge hat US-Finanzminister Steven Mnuchin vorgeschlagen, die Strafzölle auf chinesische Importe zu verringern oder ganz aufzuheben. Wenngleich ein schnelles Dementi des Finanzministeriums erfolgte: Am Markt wird dies als Zeichen dafür gesehen, dass die US-Regierung eine baldige Lösung der Querelen mit China anstrebt.

Der Swiss Market Index (SMI) steht um 13.15 Uhr 1,0 Prozent höher bei 9'002 Punkten. Auch die übrigen Börsenplätze in Europa bauen ihre Gewinne aus. Der DAX in Frankfurt steigt um 1,7 Prozent auf 11'104 Punkte, der CAC40 in Paris um 1,6 Prozent auf 4873 Zähler und der FTSE an der London Stock Exchange um 1,3 Prozent auf 6'940 Punkte.

Risiko-Aktien profitieren

Börsianer sprachen von einer «Risk-on»-Stimmung - die Risikobereitschaft an den Aktienmärkten habe im Lichte der jüngsten Nachrichten wieder deutlich zugenommen. Davon profitierten vor allem Aktien und Branchen, die aus Investorensicht mit überdurchschnittlichen Risiken behaftet sind, wie etwa Banken und konjunktursensitive Werte.

Entsprechend setzen am Freitag etwa die Bankaktien zu einer Gegenbewegung an: Credit Suisse gewinnen 1,8 Prozent, UBS 1,6 Prozent und Julius Bär gar 2,0 Prozent. Die Papiere von Temenos, einem Hersteller von Bankensoftwäre, ziehen im Schlepptau um 3,5 Prozent an.

Sika (3,5%) führen die Erholung der konjunktursensitiven Aktien an. Auch Clariant (2,3%) und Logitech (2,2%) verbuchen auch überdurchschnittliche Kursgewinne. Nicht so recht auf Touren kommen angesichts der 'Risk-on'-Stimmung hingegen die Schwergewichte: Roche, Novartis und Nestlé tendieren zwischen 0,3 und 0,6 Prozent fester und damit deutlich unter dem Gesamtmarkt. Die drei genannten Aktien bestreiten mehr als die Hälfte der SMI-Kapitalisierung und sind von Anlegern vor allem dann gesucht, wenn eine defensive Absicherung nötig ist.

SDA/sep

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