Boxer Mayweather und DJ Khaled müssen hohe Strafen zahlen

Erstmals hat die US-Börsenaufsicht SEC zwei Prominente wegen Kryptogeld-Werbung bestraft. Es ging um dubiose Geschäfte.

Floyd Mayweather Jr. während einem Wettkampf gegen Conor McGregor in Las Vegas. (Archivbild) Bild: Eric Jamison/AP

Floyd Mayweather Jr. während einem Wettkampf gegen Conor McGregor in Las Vegas. (Archivbild) Bild: Eric Jamison/AP

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Die US-Börsenaufsicht SEC hat erstmals Prominente wegen unlauterer bezahlter Werbung für dubiose Geschäfte mit Kryptowährungen bestraft. Der Profiboxer Floyd Mayweather und der Hip-Hop-Star DJ Khaled akzeptierten im Rahmen eines Vergleichs Bussgelder in Höhe von 300'000 beziehungsweise 100'000 Dollar, wie die Behörde am Donnerstag in Washington mitteilte.

Zudem zahlen Mayweather und Khaled laut SEC weitere 300'000 beziehungsweise 50'000 Dollar, diese Beträge sollen ihnen Promo-Aktionen für Krypto-Coins eingebracht haben. Die beiden bewarben laut der Behörde über ihre Social-Media-Kanäle «Initial Coin Offerings» (ICOs), ohne offenzulegen, dass sie dafür bezahlt wurden.

32 Millionen Dollar ergaunert

ICOs sind sogenannte digitale Börsengänge. Start-ups können damit bei Investoren Geld für Projekte einsammeln, indem sie Kryptowährungen (Coins) ausgeben und diese versteigern. Diese weitgehend unregulierte Art der Mittelaufnahme ist jedoch schon länger höchst umstritten und wurde laut US-Aufsehern in vielen Fällen zum Betrug genutzt.

Auch beim sogenannten Centra ICO, den Mayweather und Khaled angepriesen hatten, ging es der SEC nach nicht mit rechten Dingen zu. Die Behörde hatte die drei Köpfe hinter dem Projekt bereits im April wegen Wertpapierbetrugs verklagt. Sie sollen mit falschen Versprechen 32 Millionen Dollar am Kapitalmarkt ergaunert haben.

DJ Khaled während einer Performance an den MTV Video Music Awards in New York. (Archivbild) Bild: Chris Pizzello/Invision/AP

«Anleger sollten skeptisch sein bei Investmentratschlägen, die auf Social-Media-Plattformen gepostet werden, und keine Entscheidungen auf Basis von Empfehlungen von Prominenten treffen», warnte Co-Direktor Steven Peikin von der SEC. «Social Media Influencer» seien oft bezahlte Promoter, keine Finanzprofis.

Befeuert vom Rummel um Bitcoins – dem bekanntesten Spekulationsobjekt unter den Kryptowährungen – war der Markt für digitales Geld 2017 heissgelaufen und auch ICOs lagen stark im Trend. Mittlerweile ist der Hype vorbei und viele Anleger, die zu spät einstiegen, haben heftige Verluste erlitten. Der Bitcoin-Preis ist seit Ende 2017 von einem Rekordhoch bei rund 20'000 auf zuletzt unter 4000 Dollar gefallen.

ICOs gelten an den Finanzmärkten mittlerweile als verpönt. Die meisten der zahlreichen kleinen Digitalwährungen fristen neben den bekannteren Schwergewichten wie Bitcoin, Ether oder XRP ein noch kümmerlicheres Dasein. Viele von ihnen werden sogar in der Szene selbst inzwischen verächtlich als «Shitcoins» bezeichnet.

(oli/sda)

Erstellt: 30.11.2018, 08:11 Uhr

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