Trump gibt sich im Streit mit China optimistisch

Ein Besuch des US-Finanzministers in China werde zum Erfolg führen, ist US-Präsident Donald Trump überzeugt.

Der Handelskonflikt zwischen den USA und China schaukelt sich weiter hoch: Ein chinesischer Stahlarbeiter. (Archivbild)

Der Handelskonflikt zwischen den USA und China schaukelt sich weiter hoch: Ein chinesischer Stahlarbeiter. (Archivbild) Bild: AFP

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Trotz Eskalation des Handelskonflikts mit China gibt sich US-Präsident Donald Trump optimistisch. Bei einem Abendessen im Weissen Haus verwies er am Montag darauf, dass Finanzminister Steven Mnuchin jüngst von Handelsgesprächen in China zurückgekommen sei.

«Wir werden Sie in etwa drei oder vier Wochen wissen lassen, ob das erfolgreich war oder nicht. Aber ich habe das Gefühl, dass es sehr erfolgreich sein wird», sagte Trump.

US-Präsident Trump relativierte zuvor seine Pläne für höhere Zölle auf fast alle verbliebenen Importe aus China. «Ich habe diese Entscheidung noch nicht getroffen», sagte er am Montag vor Reportern. Als nächster Schritt sollen sich bei einer Anhörung im Juni Experten zu dem Vorhaben äussern können.

Die Pläne von Trump sehen höhere Zölle auf Einfuhren aus China im Wert von rund 300 Milliarden Dollar vor. «Das ist eine riesige Menge Geld, die in unser Land kommen würde», sagte Trump und bekräftige damit seine Annahme, wonach Zölle von den exportierenden Ländern bezahlt werden. Tatsächlich zeigen Untersuchungen, dass die Zölle vor allem US-Bürger treffen: Unternehmen, die chinesische Waren importieren, geben die zusätzlichen Kosten zumindest teilweise an ihre Kunden weiter.

Vernehmlassung gestartet

Trump hatte nach Angaben des US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer in der vergangenen Woche angeordnet, das Verfahren für die nächste Zollerhöhungsrunde einzuleiten. Nun soll der Plan Thema einer öffentlichen Anhörung am 17. Juni sein. Bis dahin können beispielsweise Bürger, Diplomaten und Handelsverbände ihre Stellungnahmen zu dem Vorhaben einreichen.

Der Handelskonflikt zwischen den USA und China hatte sich zuvor weiter hochgeschaukelt. Auf die jüngsten Zollerhöhungen der USA im Wert von 200 Milliarden Dollar reagierte China mit der Ankündigung weiterer Strafabgaben. Peking setzte sich damit über eine Warnung des US-Präsidenten hinweg. Er hatte China aufgefordert, von «Vergeltung» abzusehen. (chk/sda)

Erstellt: 14.05.2019, 05:06 Uhr

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