Trump verlängert Frist im Handelsstreit mit China

US-Präsident Donald Trump spricht von «bedeutenden Fortschritten» in den Handelsgesprächen mit China.

Ein allfälliges Abkommen soll in Florida unterschrieben werden: US-Präsident Donald Trump (links) und der chinesische Staatschef Xi Jinping. (Archivbild)

Ein allfälliges Abkommen soll in Florida unterschrieben werden: US-Präsident Donald Trump (links) und der chinesische Staatschef Xi Jinping. (Archivbild) Bild: Andy Wong/Keystone

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

US-Präsident Donald Trump hat die am 1. März auslaufende Frist im Handelsstreit mit China verschoben. Im Kurzbotschaftendienst Twitter sprach Trump am Sonntag (Ortszeit) von «bedeutenden Fortschritten» in den Handelsgesprächen mit Peking.

Unter anderem seien substanzielle Fortschritte beim Schutz geistigen Eigentums, bei Technologietransfers, in Währungsfragen und bei Agrargütern erzielt worden. Deswegen verschiebe er die Frist, nach deren Ablauf er Strafzölle auf chinesische Waren drastisch erhöhen wollte.

Ein neues Datum nannte der US-Präsident zunächst nicht. Weitere Fortschritte vorausgesetzt – solle bei einem Gipfeltreffen mit dem chinesischen Staatschef Xi Jinping in seinem Luxusressort Mar-a-Lago im US-Bundesstaat Florida ein Abkommen besiegelt werden, schrieb Trump auf Twitter weiter.

Eckpunkte für Handelsvertrag

Trumps bisherige Frist wäre am kommenden Freitag abgelaufen. Der US-Präsident hatte damit gedroht, Strafzölle auf chinesische Waren drastisch zu erhöhen, wenn bis dahin keine Einigung erzielt wird. Zölle auf Waren im Umfang von 200 Milliarden Dollar würden dann von bislang zehn auf 25 Prozent steigen. In den vergangenen Tagen hatte Trump aber wiederholt eine Verlängerung der Frist in Aussicht gestellt.

Im Handelsstreit hatte am Donnerstag eine neue Verhandlungsrunde in Washington begonnen. Die zunächst auf zwei Tage angesetzten Gespräche wurden dann bis Sonntag verlängert. Ziel der Verhandlungen ist es, die Eckpunkte für einen Handelsvertrag zwischen den beiden grössten Volkswirtschaften der Welt festzulegen.

Die USA und China stecken seit einem Jahr im Handelskonflikt und haben sich gegenseitig mit massiven Strafzöllen überzogen. Weltweit schürt dies Ängste vor einem Einbruch der Konjunktur. Trump ist das US-Handelsdefizit mit China ein Dorn im Auge. Er beschuldigt Peking unfairer Praktiken, darunter des Diebstahls von geistigem Eigentum. (chk/sda)

Erstellt: 25.02.2019, 00:35 Uhr

Artikel zum Thema

Handelsstreit: Positive Signale aus Peking

Der Zwist um den chinesischen Telekom-Riesen Huawei könnte die neuen Gespräche mit den USA über eine Lösung des Konflikts überschatten. Mehr...

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@zuonline.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 044 854 82 14. Mehr...

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben

Kommentare

Abo

Eine für alle. Im Digital-Abo.

Den Zürcher Unterländer digital ohne Einschränkung nutzen. Für nur CHF 24.- pro Monat.
Jetzt abonnieren!