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Der Schweiz droht der Apfel-Notstand

Die Apfelernte fällt wegen der Frostnächte im April im Vergleich zum Vorjahr um 35 Prozent tiefer aus. Einige Sorten sind bereits ausverkauft.

Wegen der Frostnächte im April: In der Schweiz herrscht ein Apfelmangel.
Wegen der Frostnächte im April: In der Schweiz herrscht ein Apfelmangel.
Gian Ehrenzeller, Keystone
Die Ernte fiel in diesem Jahr um 35 Prozent tiefer aus.
Die Ernte fiel in diesem Jahr um 35 Prozent tiefer aus.
Gian Ehrenzeller, Ex-Press
Einige Apfelsorten wie Elstar, Rubinette oder Cox Orange sind bereits ausverkauft.
Einige Apfelsorten wie Elstar, Rubinette oder Cox Orange sind bereits ausverkauft.
Gian Ehrenzeller, Keystone
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Bis zu 35 Prozent tiefer fällt die Apfelernte in diesem Jahr aus. Schuld daran sind die bitterkalten Frostnächte im April. Wegen des frühen warmen Wetters im März bildeten die Bäume früher als sonst Knospen. Temperaturen bis zu minus sieben Grad im April setzten den Äpfeln mächtig zu.

Jetzt mangelt es in der Schweiz an hiesigen Äpfel: Einige Apfelsorten wie Elstar, Rubinette oder Cox Orange seien ausverkauft, schreibt der Landwirtschaftliche Informationsdienst (LID). Boskoop-Äpfel müssten schon importiert werden. Dabei fielen hohe Zölle an. Die Obstbranche geht davon aus, dass die gelagerten Schweizer Äpfel nicht bis zur nächsten Ernte im kommenden Jahr reichen werden, auch wenn einzelne Sorten in grosser Menge vorhanden seien.

Im April ausverkauft

Swisscofel, der Verband des Schweizerischen Früchte-, Gemüse- und Kartoffelhandels, rechne damit, dass Schweizer Äpfel bereits im April ausverkauft sein könnten. «Spätestens Mitte April werden Schweizer Äpfel ausverkauft sein. Bis zur nächsten Ernte dauert es jedoch noch einige Monate», sagte Marc Wermelinger von Swisscofel gegenüber der «Aargauer Zeitung».

Swisscofel habe deshalb beim Bundesamt für Landwirtschaft einen Antrag eingereicht für ein Importkontingent von 6'000 Tonnen Äpfeln für den Zeitraum von Januar bis März 2018. Gemäss Verordnung des Bundes sind Apfelimporte erst ab April erlaubt. Zudem liege die Höchstgrenze bei 2'500 Tonnen.

Ost-und Zentralschweiz besonders betroffen

Nicht alle Regionen waren im April gleich hart vom Frost getroffen. Gemäss den LID erzielten die Obstbauern in der Waadt gute Erträge in diesem Apfeljahr. Im Wallis fiel die Ernte dank der Frostberegnung nur leicht unterdurchschnittlich aus.

In der Ost-und Zentralschweiz war die Apfelernte 2017 dagegen unterdurchschnittlich. Wegen der schlechten Apfel- und Birnenernte in der Region wird der Agrarkonzern Fenaco in seiner «Obsthalle» in Sursee während sechs Monaten Kurzarbeit für 35 Angestellte einführen.

Die Arbeiten im Tafelobstbereich werden von Februar bis Juli 2018 eingestellt. Der Kanton Luzern hat das Gesuch für Kurzarbeit bereits im Oktober bewilligt.

Der Angebot wird knapp

Die Sorte Jona Gold ist bereits ausverkauft. Normalerweise ist sie bis Ende August im Sortiment.

Der Bestand der Sorte Gala reicht noch bis Mitte April. In den Jahren zuvor war sie bis Ende Juli zu kaufen.

Die Sorte Golden Delicious ist noch bis Ende Juni zu haben, normalerweise bis Mitte September im Angebot.

Noch bis Ende Februar gibt es die Sorte Braeburn im Verkauf. Gewöhnlich ist der Apfel bis Ende Mai verfügbar.

(SDA)

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