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Deutschland bestellt Facebook-Vertreter ein

Die deutsche Konsumentenschutzministerin verlangt vom europäischen Facebook-Management eine Erklärung zum millionenfachen Daten-Missbrauch.

Mark Zuckerberg am Tag vor seiner Anhörung in Washington. (9. April 2018)
Mark Zuckerberg am Tag vor seiner Anhörung in Washington. (9. April 2018)
Alex Wong/Getty Images, Keystone
«Ich denke, die Leute sollten uns daran messen, dass wir aus unseren Fehlern lernen»: Mark Zuckerberg. (Archivbild)
«Ich denke, die Leute sollten uns daran messen, dass wir aus unseren Fehlern lernen»: Mark Zuckerberg. (Archivbild)
Steven Senne, Keystone
Cambridge Analytica hat nach eigenen Angaben einen Grossteil seines Wahlkampfs bestritten: US-Präsident Donald Trump. (Archivbild)
Cambridge Analytica hat nach eigenen Angaben einen Grossteil seines Wahlkampfs bestritten: US-Präsident Donald Trump. (Archivbild)
Evan Vucci, Keystone
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Die deutsche Justiz- und Konsumentenschutzministerin Katarina Barley verlangt von Facebook eine Erklärung zum Skandal um millionenfach angezapfte Nutzerprofile. «Das europäische Facebook-Management muss zu diesem Skandal umfassend gegenüber der Bundesregierung Stellung beziehen.»

Dafür werde sie Vertreter des weltgrössten sozialen Netzwerks ins Justizministerium laden, sagte die SPD-Politikerin den Zeitungen der Funke Mediengruppe vom Donnerstag. Einen Zeitpunkt nannte sie im Bericht nicht.

«Gefahr für Demokratie»

«Die Frage, was mit den Daten von 30 Millionen deutschen Nutzerinnen und Nutzern passiert, ist eine zentrale Frage des Verbraucherschutzes», sagte Barley. Es sei nicht hinnehmbar, dass Nutzer in sozialen Netzwerken «gegen ihren Willen ausgeleuchtet werden, um sie ganz gezielt mit Wahlwerbung oder Hass gegen den politischen Gegner zu bombardieren». Solche Wahlkampfmethoden seien eine Gefahr für die Demokratie. Hier müssten klare Regeln gelten.

Der Missbrauch der Facebook-Nutzerdaten war am Wochenende bekanntgeworden. Die umstrittene britische Analysefirma Cambridge Analytica unterstützte den derzeitigen US-Präsidenten Donald Trump im Wahlkampf 2016 und soll mit Hilfe von personalisierter Facebook-Werbung Wahlentscheidungen beeinflusst haben.

SDA/chk

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