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Geld am Schalter einzahlen wird teurer

Die Postfinance erhöht die Gebühren für Einzahlungen. Bei einer Rechnung von 50 Franken etwa werden neu 2 Franken fällig.

Eine Angestellte der Post bedient einen Kunden am Schalter. (Archivbild) Bild: Christian Beutler/Keystone
Eine Angestellte der Post bedient einen Kunden am Schalter. (Archivbild) Bild: Christian Beutler/Keystone

Die Postfinance erhöht die Gebühren für Einzahlungen am Schalter. Die Empfänger der Rechnungsbeträge, die über diesen Kanal beglichen werden, müssen ab Juli 2020 rund 30 Prozent mehr bezahlen. Postfinance wollte ursprünglich sogar eine noch stärkere Erhöhung der Gebühren.

Konkret wird zum Beispiel der Tarif für eine 50-Franken-Einzahlung mit einem orangen Einzahlungsschein oder einer neuen QR-Rechnung von 90 Rappen auf 1.20 Franken erhöht. Bei einem roten Einzahlungsschein erhöht sich die Gebühr von 1.50 auf 2.00 Franken. Dies schreibt Postfinance am Donnerstag in einer Mitteilung.

Für die Personen, welche Rechnungen am Schalter bezahlen, blieben die Einzahlungen weiterhin kostenlos, betonte ein Firmensprecher auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP. Bezahlen müsse nur der Rechnungssteller.

Stark defizitär

Laut Postfinance ist das Geschäft heute stark defizitär. Denn die Zahl der Einzahlungen am Schalter habe wegen der Verlagerung des Zahlungsverkehrs ins Internet stark abgenommen, so der Firmensprecher weiter.

2007 seien an den Schaltern der Post noch 210 Millionen Einzahlungen getätigt worden, im letzten Jahr seien es noch 137 Millionen gewesen «Und dieser Trend wird sich fortsetzen.» Laut dem Sprecher bleibt das Geschäft auch mit den neuen Tarifen defizitär.

Geplant war Erhöhung um 50 Prozent

Postfinance wollte denn auch ursprünglich eine weit stärkere Erhöhung, doch der Preisüberwacher legte dafür sein Veto ein.

Ursprünglich habe die Postfinance eine Anpassung um rund 50 Prozent geplant, teilte der Preisüberwacher am Donnerstag separat mit. Er nimmt für sich in Anspruch, mit der geringeren Erhöhung während der Dauer der Einigung (Sommer 2020 bis Ende 2023) die Rechnungssteller um 50 bis 60 Millionen Franken zu entlasten.

Preissteigerungen seien «leider unausweichlich», anerkennt jedoch auch der Preisüberwacher. Deshalb habe man sich auf die Erhöhung von gut 30 Prozent geeinigt. Auch er verweist auf die Kosten pro Zahlungsvorgang am Schalter wegen der zunehmenden Abwicklung des Zahlungsverkehrs via Internet.

SDA/oli

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