Zum Hauptinhalt springen

Marcel Meili ist tot

Er hat die Schweizer Architektur lange mitgeprägt. Nun ist der Zürcher Marcel Meili gestorben.

Einer der grossen Schweizer Architekten: Marcel Meili ist tot.
Einer der grossen Schweizer Architekten: Marcel Meili ist tot.
Sophie Stieger
Marcel Meili hat die Schweizer Architektur geprägt: Zum Beispiel mit den Perrondächern des Zürcher Hauptbahnhofs.
Marcel Meili hat die Schweizer Architektur geprägt: Zum Beispiel mit den Perrondächern des Zürcher Hauptbahnhofs.
Martin Rütschi, Keystone
Und auch das Kino RiffRaff ist von Marcel Meili.
Und auch das Kino RiffRaff ist von Marcel Meili.
Micha L. Rieser
1 / 6

«Er erklärte uns und der Welt die Architektur in der Schweiz»: Mit diesem Fundament von Satz würdigt das Onlineportal der Architekturzeitschrift «Hochparterre» den Zürcher Architekten Marcel Meili, der am Montag im Alter von 66 Jahren einem Krebsleiden erlag. Meili hatte mit Markus Peter 1987 das Büro Meili & Peter Architekten gegründet. Erst vergangene Woche waren sie vom Bundesamt für Kultur (BAK) mit dem 19. Grand Prix Kunst / Prix Meret Oppenheim geehrt worden.

Die beiden hätten die Schweizer Architekturlandschaft mit ihrem «pragmatischen Verständnis von Architektur» geprägt, hatte das BAK in seiner Medienmitteilung geschrieben. Ihr Stil zeichne sich durch einen Sinn für Details, die sorgfältige Abklärung der spezifischen Nutzung ihrer Bauten sowie technische und technologische Innovationen aus.

«Zürich wäre ohne ihn nicht so»

Marcel Meili leitete nach seinem Studium an der ETH Zürich und seiner Zeit als Dozent und Professor zusammen mit den Architekten Roger Diener, Jacques Herzog und Pierre De Meuron das ETH Studio Basel / Institut Stadt der Gegenwart. Er war unter anderem Gastprofessor an der Harvard Graduate School of Design im US-amerikanischen Cambridge.

Marcel Meili habe die Schweizer Architektur geprägt wie wenige andere, schrieb «Hochparterre» am Dienstag in seiner Online-Ausgabe. Er habe es geliebt, die Architektur mit Begriffen aus anderen Welten zu beschreiben, wie zum Beispiel «Verpuppung», «Bohrungen» und «Elastizität».

«Zürich wäre ohne ihn nicht so, wie es heute ist», heisst es in der Fachzeitschrift weiter. «Hochparterre» nennt Beispiele: «1997 die seitlichen Perrondächer des HB (mit Knapkiewicz & Fickert), 1998 und 2002 die RiffRaff-Kinos (mit Staufer Hasler), 2004 das Park Hyatt Hotel, 2014 City West Überbauung mit dem Hochhaus Zoelly, 2016 Freilager Areal.»

Abgesehen von der Architektentätigkeit wirkte Marcel Meili zusammen mit seinen Brüdern Martin und Daniel auch als Kulturförderer – mit dem Erbe ihres Vaters unterstützten sie beispielsweise den Verlag Scheidegger & Spiess, die Kinos RiffRaff und Houdini oder das Medienprojekt Republik.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch