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Tessiner Airline darf per sofort nicht mehr fliegen

Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) hat der Airline Darwin die Betriebsbewilligung entzogen. Auch die Fluggesellschaft PowdAir steckt in finanziellen Schwierigkeiten.

Muss die Flüge einstellen: Eine Maschine des Typs Saab 2000 der Fluggesellschaft Darwin Airline am Lugano Airport. (Archivbild)
Muss die Flüge einstellen: Eine Maschine des Typs Saab 2000 der Fluggesellschaft Darwin Airline am Lugano Airport. (Archivbild)
Keystone

Grounding von Darwin Airline: Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) hat der Tessiner Fluggesellschaft wegen deren wirtschaftlichen Lage mit sofortiger Wirkung die Flugerlaubnis entzogen.

Darwin dürfe somit keine gewerbsmässigen Linienflüge mehr durchführen, teilte das Bazl an Dienstag auf dem Kurznachrichtendienst Twitter mit. Erst am Tag davor hatte die Fluggesellschaft wegen finanziellen Problemen in Lugano die Nachlassstundung beantragt.

Sie begründete den Entscheid damit, dass aufgrund des starken Wettbewerbs nach dem Konkurs von Air Berlin die Suche nach neuen Einnahmen bisher erfolglos war. Die planmässigen Flüge wollte Darwin nach eigenen Angaben jedoch bis Ende des Jahres fortsetzen.

Darwin Airline war 2003 auf Betreiben von Unternehmern aus dem Tessin gegründet worden. Primäres Ziel war es, das Tessin und seine Wirtschaft mit den Finanzzentren und wichtigen Flughäfen in Zürich und Genf zu verbinden.

Ende Juli hatten die bisherigen Aktionäre, darunter auch der strategische Partner Etihad, Darwin Airline an Adria Airways verkauft. Die nationale Fluggesellschaft von Slowenien gehört dem in Luxemburg ansässigen Private-Equity-Fonds 4K Invest. Adria Airways hat ihren Hauptsitz in Ljubljana und fliegt 19 Destinationen in West- und Südosteuropa an.

Wird neue Airline PowdAir nie abheben?

Auch die britische Fluggesellschaft PowdAir, die Winterflüge nach Sitten anbieten wollte, steckt in finanziellen Schwierigkeiten. Wie die Fluggesellschaft am Montagabend auf ihrer Facebook-Seite mitteilte, hat PowdAir aus persönlichen Gründen den Hauptinvestor verloren. Nähere Angaben wurden nicht gemacht. Das Unternehmen rief seine Kunden dazu auf, sich finanziell zu beteiligen.

PowdAir braucht nach eigenen Angaben drei Millionen Pfund, um die geplanten Winterflüge zwischen Sitten und Grossbritannien, Belgien sowie den Niederlanden sicherzustellen. Geplant waren ursprünglich zwei Flüge pro Tag an fünf Wochentagen. Um einen minimalen Service während der kommenden Wintersaison aufrechterhalten zu können, müsste bis Ende der Woche mindestens ein Drittel der Summe zusammen kommen.

Falls dies nicht gelingt, muss die Fluggesellschaft die geplanten Flüge annullieren. Rund 5000 Personen haben laut PowdAir bereits Flugtickets reserviert. Diese würden zurückerstattet. Die ersten Flüge vom und ins Wallis waren für den 11. Dezember geplant.

SDA/kaf

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