Swiss präsentiert das beste Resultat ihrer Geschichte

Die Fluggesellschaft hat ihren Steigflug auch im vergangenen Jahr fortgesetzt. 2018 hat sie knapp 18 Millionen Passagiere befördert.

Eine Airline hebt ab: Die Swiss legt punkto Betriebsgewinn wiederum zu. Archivfoto: Christian Beutler (Keystone)

Eine Airline hebt ab: Die Swiss legt punkto Betriebsgewinn wiederum zu. Archivfoto: Christian Beutler (Keystone)

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Die Swiss meldet erfreuliche Zahlen: Der Umsatz des Unternehmens stieg 2018 um 7 Prozent auf 5,3 Milliarden Franken. Der Betriebsgewinn legte um 16 Prozent auf 636 Millionen Franken zu.

Das ist ein neuer Rekord, wie die Lufthansa-Tochter am Donnerstag mitteilte. Im vergangenen Jahr hat die Swiss so viele Passagiere befördert wie noch nie. Insgesamt flogen 17,9 Millionen Reisende mit der Schweizer Airline. Das waren 6,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Auslastung der Flugzeuge wurde ebenfalls besser. Im Schnitt waren 83,4 von 100 Sitzen besetzt, wie die Swiss bereits im Januar bekannt gegeben hatte.

Zudem profitiert die Swiss von ihrer Flottenmodernisierung. Dank neuen, grösseren Flugzeugen stieg die Zahl der Swiss-Flüge lediglich um 3,5 Prozent und damit weniger stark als die Passagierzahlen, was den Ergebnissen hilft.

Zudem steht mehr Laderaum für Fracht zur Verfügung. Im vergangenen Jahr hat die Swiss zwei weitere Langstreckenmaschinen Boeing 777 sowie 13 zusätzliche Mittelstreckenflieger der C-Series eingeflottet.

Zum vierten Mal in Folge eine hohe Marge

Ausserdem seien die Absicherungsgeschäfte für den Treibstoff erfolgreich gewesen, schrieb die Swiss. Im vergangenen Jahr ist das Flugbenzin teurer geworden. Die Tankrechnung ist für eine Fluggesellschaft einer der grössten Kostenblöcke. Weitere positive Effekte hätten sich aus den Investitionen ins Premiumangebot wie beispielsweise den Lounges, der starken Konjunktur und diversen Einmaleffekten ergeben.

Mit 636 Millionen Franken operativem Gewinn habe die Swiss das beste Geschäftsergebnis seit ihrer Firmengründung im Jahr 2002 erzielt. Zu diesem Ergebnis hätten sämtliche Bereiche, so etwa das Frachtgeschäft und der Standort Genf, wesentlich beigetragen, schrieb die Swiss. Airline-Chef Thomas Klühr sagte, er sei darauf sehr stolz. Zum vierten Mal in Folge habe die Swiss eine Betriebsgewinnmarge (Ebit) von über 8 Prozent erzielt.

Gegenwind im vierten Quartal

Allerdings gab es Gegenwind gegen Jahresende durch den Anstieg der Benzinpreise. Der Umsatz legte im Schlussquartal zwar noch um 3 Prozent auf 1,3 Milliarden Franken zu. Der Betriebsgewinn sackte aber um ein Fünftel auf 87,3 Millionen Franken ab. Die Swiss werde auch im laufenden Jahr von ihrer modernen und treibstoffeffizienten Flugzeugflotte profitieren. Mit dem Abschluss der Einflottung aller 30 C-Series im Sommer werde dieser Effekt noch verstärkt, schrieb die Airline.

Im Gegenzug erwartet die Swiss aufgrund von Vorbereitungsarbeiten für die Einflottung ihrer zwei zusätzlichen Boeing 777 und die Airbus A320neo sowie geringeren Gewinnen aus Treibstoffsicherungsgeschäften höhere Kosten. Gleichwohl strebe die Swiss für 2019 eine Marge beim bereinigten Betriebsgewinn im zweistelligen Bereich an, hiess es.

Klimaschutz verlangt globale Ansätze

Die Swiss äusserte sich in ihrem Communiqué auch zur aktuellen Klimadebatte. Zu einer möglichen CO2-Abgabe auf Flugtickets äussert sich Klühr wie folgt: «Um Fortschritte im Klimaschutz zu erzielen und die Standortattraktivität der Schweiz zu erhalten, ist in der internationalen Luftfahrt einzig ein global koordinierter Ansatz zielführend. Nationale und europäische Steuern gefährden aufgrund von Wettbewerbsnachteilen vor allem die Wertschöpfung und Arbeitsplätze im eigenen Land.»

Aus diesem Grund unterstütze das Unternehmen das globale Klimaschutzinstrument Corsia der UNO-Organisation Icao, mit welchem die Luftfahrtbranche ab 2020 CO2-neutrales Wachstum anstrebe und zwischen 2021 und 2035 über 2.6 Milliarden Tonnen CO2 kompensiere. Durch die globale Einführung des Systems komme es zu keinen Wettbewerbsverzerrungen.

Zusätzlich arbeite Swiss kontinuierlich an der Verbesserung der Treibstoffeffizienz sowie an optimierten Verfahren in der Luft sowie am Boden und investiere über 8 Milliarden Franken in eine effizientere Flotte. Durch diese Investitionen in modernste Flugzeuge und kontinuierliche Verbesserungen im Betrieb habe die Swiss die CO2-Emissionen in den letzten 15 Jahren um fast 30 Prozent auf 3,11 Liter pro 100 Passagierkilometer senken können, heisst es weiter in der Mitteilung.

(fal/sda)

Erstellt: 14.03.2019, 07:12 Uhr

Auch im Februar mehr Passagiere

Die Swiss hat auch im neuen Jahr Rückenwind: Im Februar beförderte die Fluggesellschaft 1,16 Millionen Passagiere. Das sind 1,2 Prozent mehr als im Vorjahr.

Die Auslastung der Flugzeuge nahm um ebenfalls zu: Im Durchschnitt waren 77,1 von 100 Sitzen belegt. Das ist ein Sitz mehr als im Februar 2018, wie die Lufthansa-Tochter am Donnerstag in einem Communiqué bekannt gab. Zudem stieg die Anzahl Flüge um 4 Prozent auf 10'408. (sda)

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