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Zahlen des SecoSchweizer Wachstum bricht weniger stark ein

Die Schweizer Wirtschaft hat im ersten Halbjahr weniger stark unter der Corona-Krise gelitten als bislang geschätzt. Das BIP schrumpfte im zweiten Quartal um 7,3 Prozent.

Eine Frau geht während des Lockdowns in der Lausanner Altstadt an geschlossenen Geschäften vorbei. (4. Mai 2020)
Eine Frau geht während des Lockdowns in der Lausanner Altstadt an geschlossenen Geschäften vorbei. (4. Mai 2020)
Foto: Laurent Gillieron (Keystone)

Die Folgen von Corona auf die Schweizer Wirtschaft sind etwas schwächer als bislang vermutet. So ist das Bruttoinlandprodukt im ersten Quartal gegenüber dem Vorquartal um 1,9 statt um 2,5 Prozent geschrumpft, im zweiten Quartal um 7,3 statt 8,2 Prozent, wie das Staatsssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Montag mitteilte.

Das Amt publizierte die neuen Werte nach einer sogenannten «Benchmark-Revision», die im Einlang mit internationalen Empfehlungen durchgeführt worden sei.

Es bleibe daber dabei, dass das BIP im zweiten Quartal so stark eingebrochen sei wie nie seit Beginn der vierteljährlichen Daten vor 40 Jahren, betonte das Seco.

Das Seco verweist gleichzeitig auf den stabilisierenden Effekt der chemisch-pharmazeutischen Industrie, welche ihre Wertschöpfung im zweiten Quartal um 0,3 Prozent gesteigert habe. Insgesamt habe das verarbeitende Gewerbe aber einen Einbruch um 10,3 Prozent erlebt.

Neue Zahlen gibt es wegen der Revision auch für die Vorjahre. So wuchs die Wirtschaft 2018 um 3,0 Prozent und 2019 um 1,1 Prozent.

SDA

1 Kommentar
    Otto Guldenschuh

    Die chemisch-pharmazeutische Industrie mit ihrer hohen Wertschöpfung und Dominanz im Aussenhandel verschleiert den wahren eher desolaten Zustand der verarbeitenden Industrie in etwa ähnlich wie Valium.

    Darum ganz gut gibt man das Wachstum auch ex dieser beiden sehr dominanten Industriezweige an.