Die schönsten Bilder der Mondfinsternis

Das war die letzte partielle Mondfinsternis bis 2022. Um 23.30 Uhr war der Erdtrabant zu zwei Dritteln abgedeckt.

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In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch standen Sonne, Erde und Mond fast auf einer Linie. Für Mitteleuropa bedeutete das: eine partielle Mondfinsternis.

Im Unterschied zu einer totalen Finsternis fällt der Schatten der Erde nur teilweise auf die Mondscheibe. Die partielle Mondfinsternis begann in der Abenddämmerung um 22 Uhr und erreichte ihr Maximum um 23.30 Uhr. 66 Prozent des Monddurchmessers lagen dann im Erdkernschatten, wie das Astronomieportal Astroinfo schreibt. Der Mondnordpol war dabei am stärksten verfinstert.

Während knapp dreier Stunden befanden sich Teile des Mondes im Kernschatten der Erde. Die komplette Finsternis definieren Astronomen zwischen Ein- und Austritt aus dem Halbschatten. Dieser Vorgang dauerte dieses Mal sechseinhalb Stunden. Liegt der Mond im Halbschatten, wird von seiner Oberfläche aus gesehen nur ein Teil der Sonne durch die Erde verdeckt.

Das war die letzte partielle Mondfinsternis bis 2022. (Video: SDA)

Eine Mondfinsternis kann es nur bei Vollmond geben. Zwischen 22.01 und 1 Uhr läuft er durch den Kernschatten der Erde. Bild: Astroinfo/Calsky

Speziell an der jüngsten Finsternis war die Lage des Mondes: Weil es der südlichste Vollmond des Jahres war, gelangte der Mond nur wenig über den europäischen Südhorizont, schreibt Astroinfo.

In der Ostschweiz tendenziell klarer

Das Schauspiel sollte von den meisten Teilen der Schweiz aus zu sehen sein. Zwar hat es genau zum Zeitpunkt des Maximums weit verbreitet Schleierwolken, wie Roger Perret von Meteonews sagt. Weil diese aber nicht besonders dicht sind, dürften sie den Blick auf den Mond zumindest zeitweise freigeben.

Die heutige Mondfinsternis ist die zweite von zwei im Jahr 2019. (Archivbild) Bild: Nasa

«Das Verhalten von Schleierwolken ist schwierig genau vorauszusehen», sagt Perret. Die gute Nachricht: Sie bringen keinen Regen. Gleichzeitig sorgen sie dafür, dass die Temperaturen in der Nacht nicht so stark sinken. Wer das Naturschauspiel beobachten will, sollte dennoch zumindest einen Pullover mitnehmen.

Tendenziell ist der Himmel im Osten der Schweiz klarer. Wegen der Luftfeuchtigkeit dürfte der Mond etwas fahl scheinen. «Will jemand die partielle Mondfinsternis unbedingt sehen, sollte er ins Engadin gehen», empfiehlt Perret. Dort habe es am wenigsten Wolken.

Das Wetter vom Dienstag. (16. Juli 2019) Video: Meteonews

Das Naturschauspiel ist auch in Ost- und Südeuropa, in Afrika und in Indien zu sehen.

Blut- und Supermond

Die letzte totale Mondfinsternis fand in Mitteleuropa am 21. Januar statt. Weil der Mond dabei rötlich leuchtete, wird ein solches Ereignis oft als Blutmond bezeichnet. Am 21. Januar befand sich der Mond zudem am erdnächsten Punkt auf seiner Umlaufbahn, wodurch er besonders gross erschien. Damit handelte es sich zusätzlich um einen Supermond.

Die nächste von der Schweiz aus sichtbare Mondfinsternis wird es am 10. Januar 2020 geben. Es handelt sich dann aber nur um eine Halbschattenfinsternis. Der Mond taucht dabei nicht vollständig in den Schatten der Erde.

Ein fiktiver Mondbewohner könnte beobachten, wie sich die Erde vor die Sonne schiebt – aber nur teilweise. Die Sonnenscheibe würde also nicht ganz durch die Erde bedeckt. Damit bleibt die Mondoberfläche vergleichsweise hell, und die Finsternis ist von der Erde aus betrachtet weniger spektakulär.

Erstellt: 16.07.2019, 14:11 Uhr

Totale Finsternis

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Die nächste totale Sonnenfinsternis ist in der Schweiz am Abend des 12. August 2026 zu beobachten.

Totale Mondfinsternissen gibt es am Morgen des 16. Mai 2022 und am Abend des 7. September 2025, diese sind aber nicht vollständig sichtbar. Die nächste totale Mondfinsternis zur idealen Beobachtungszeit gibt es erst am 20. Dezember 2029.

Am 28. August 2026 gibt es frühmorgens eine partielle Mondfinsternis – eine partielle Sonnenfinsternis gibt es am 25. Oktober 2022 zu beobachten.

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