WHO erkennt Burn-out doch nicht als Krankheit an

Die Weltgesundheitsorganisation hat ihre Angaben korrigiert: Burn-out ist keine Krankheit, kann aber krank machen.

Fachleute diskutieren seit Jahrzehnten darüber, wie man Burn-out definiert und ob es eine Krankheit ist. Bild: iStock

Fachleute diskutieren seit Jahrzehnten darüber, wie man Burn-out definiert und ob es eine Krankheit ist. Bild: iStock

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Die WHO hat am Dienstag ihre Angaben zum Burn-out-Syndrom korrigiert: Es ist zwar keine Krankheit, wurde aber als krankmachender Faktor in den Katalog der 55'000 Krankheiten, Symptome und Verletzungsursachen aufgenommen.

Das Gefühl des Ausgebranntsein resultiere aus chronischem Stress am Arbeitsplatz, der unter anderem zu einer negativen Einstellung zum Job und geringerer Leistungsfähigkeit führen könne, lautet ein Teil der nun neuen WHO-Definition.

Burn-out sei bisher ohne Definition berücksichtigt gewesen. Jetzt sei er mit dieser Beschreibung im Katalog der 55'000 Krankheiten, Symptome und Verletzungsursachen aufgelistet, sagte ein Sprecher am Dienstag. Die WHO hatte zunächst im Fall von Burn-out von einer Krankheit gesprochen, aber diese Angaben am Dienstag präzisiert.

Der Katalog wurde auf der WHO-Jahresversammlung in Genf verabschiedet. Er wurde erstmals seit fast 30 Jahren neu gefasst und tritt am 1. Januar 2022 in Kraft. Zwanghaftes Sexualverhalten und Video- oder Online-Spielsucht gehören neu zur Liste der Gesundheitsstörungen.

Jeder Störung ist ein eigener Code zugewiesen. Ärzte in aller Welt registrieren ihre Diagnosen künftig mit den neuen Codes. Damit können präzise Statistiken erstellt und Gesundheitstrends dokumentiert werden.

Die Vollversammlung der mehr als 190 WHO-Mitgliedsländer in Genf ist am Dienstag zu Ende gegangen. (nag/sda)

Erstellt: 28.05.2019, 17:48 Uhr

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