Rasch die Lippen aufspritzen – das finden sie ganz normal

Nichtoperative Schönheitseingriffe boomen unter 18- bis 25-Jährigen. Drei junge Menschen erzählen, warum sie in die Beauty-Klinik gehen.

Leiden für die Schönheit: Hyaluron verleiht Lippen für drei bis neun Monate mehr Volumen. Foto: Lea Meienberg

Leiden für die Schönheit: Hyaluron verleiht Lippen für drei bis neun Monate mehr Volumen. Foto: Lea Meienberg

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Der Eingriff dauert kaum dreissig Minuten. Kürzer als ein Coiffeurtermin. Zuerst wird eine Betäubungscreme auf die Lippen aufgetragen. Etwa zehn Minuten muss diese einwirken. Dann injiziert eine Fachperson entlang des Lippenrandes mit einer feinen Spritze Hyaluronsäure. Diese wird anschliessend von Hand einmassiert, damit sie sich in den Lippen gut verteilt.

«Kurz nach der Behandlung sind die Lippen noch etwas angeschwollen», sagt Noemi Chiara. «Nach ein bis zwei Tagen sieht man das Endergebnis.» Die 19-Jährige aus dem Kanton St. Gallen liess sich bereits dreimal Hyaluron spritzen, weil sie sich voluminösere Lippen wünschte.

«Fast jeder in meinem Freundeskreis hat schon etwas in seinem Gesicht korrigieren lassen.»Santiago Arnosti, Makeup-Artist

Solche nichtoperativen Schönheitseingriffe werden immer beliebter. «Seit etwa zwei Jahren steigt die Nachfrage konstant», sagt die Dermatologin Maria Gkaitatzi, 35, die bei der Schönheitsklinik Beauty2Go in Zürich arbeitet. Genaue Angaben dazu, wie viele Menschen nichtoperative Behandlungen vornehmen lassen, liegen nicht vor, da diese nicht von der Krankenkasse, sondern privat bezahlt werden. Einmal Lippen aufspritzen kostet je nach Anbieter, Produkt und Menge zwischen 200 und 500 Franken.

Ohne Vollnarkose und Skalpell lassen sich auch Fältchen glätten, Gesichtszüge definieren und Fettzellen auflösen. Vor allem junge Menschen zwischen 18 und 25 haben diese Art von Schönheitsbehandlungen für sich entdeckt.

Stoff aus Soja gegen Doppelkinn

«Fast jeder in meinem Freundeskreis hat schon etwas in seinem Gesicht korrigieren lassen», sagt etwa der 21-jährige Makeup-Artist Santiago Arnosti aus Wil SG. Er selbst hat sich die Lippen auf-, die Wangenknochen unter- und eine Stirnfalte wegspritzen lassen.

Bei diesen nichtoperativen Schönheitseingriffen kommen verschiedene Produkte zur Anwendung. In die Lippen wird hauptsächlich Hyaluronsäure injiziert. Sie dient aber auch dazu, Gesichtspartien wie die Wangen zu betonen und Fältchen zum Verschwinden zu bringen – genau wie Botox. Wer Fettzellen loswerden will, dem wird Phosphatidylcholin gespritzt. Ein Wirkstoff, der aus Sojabohnen gewonnen wird. Diesen liess sich Nathalie Céline, 20, aus dem Thurgau injizieren. Sie wollte ihr Doppelkinn loswerden. Und gleich wie Santiago und Noemi Chiara liess sie sich die Lippen mittels Hyaluron vergrössern.

Noemi Chiara sagt, sie habe schon von Natur aus eher dicke Lippen. Sie wollte diese aber noch voluminöser haben – weil ihr das eben gefalle.

Hyaluronsäure ist ein körpereigener Stoff, den wir täglich produzieren. Er sorgt unter anderem dafür, dass die Haut straff ist. Nach dem 25. Lebensjahr nimmt die körpereigene Produktion der Hyaluronsäure ab. Dadurch verliert die Haut an Feuchtigkeit und Elastizität, es bilden sich Fältchen. Um diesen entgegenzuwirken, enthalten auch viele Anti-Aging-Cremen Hyaluronsäure. Wird sie in Form eines Gels in die gewünschten Gesichtspartien gespritzt, bindet sie dort Wasser und sorgt so für mehr Festigkeit der Haut. Falten werden geglättet und Volumen aufgebaut. Die Wirkung hält je nach Stoffwechsel drei bis neun Monate an. Dann kann der Eingriff wiederholt werden.

Für Santiago, Noemi Chiara und Nathalie Céline war ein ausschlaggebender Punkt, die Behandlung durchzuführen, der, dass das injizierte Hyaluron vom Körper abgebaut wird und der Effekt des Eingriffs wieder verschwindet. Mittlerweile waren jedoch alle drei schon mehrmals in der Beauty-Klinik.

Aber wie kamen die drei jungen Menschen überhaupt auf die Idee, etwas an ihrem Gesicht verändern zu wollen? Die gelernte Coiffeuse Noemi Chiara sagt, sie habe im Grunde schon von Natur aus eher dicke Lippen. Sie wollte diese aber noch etwas voluminöser haben – weil ihr das eben gefalle. Nathalie Céline, ebenfalls ausgebildete Coiffeuse, hätte, so sagt sie, auch gut ohne die Eingriffe weiterleben können. Ihr Doppelkinn habe sie aber schon lange gestört. «Wenn man etwas dagegen tun kann – warum nicht?», sagt die 20-Jährige.

Aus Neugier Wangen aufgespritzt

Santiago nervten seine Lippen, die er als «zwei Striche in der Landschaft» bezeichnet. Als Make-up-Artist strebe er schliesslich nach Perfektion im Gesicht. Seine Lippen wurden diesem Anspruch nicht gerecht. Genau wie die Falte auf seiner Stirn, die er weghaben wollte. Dass er die Wangen aufspritzen liess, sei alleine seiner Neugier geschuldet. Alle drei betonen, sie hätten die Eingriffe nur für sich selbst vornehmen lassen und eiferten keinen Vorbildern nach.

Für Experten steht allerdings fest, dass die sozialen Medien ein wichtiger Grund dafür sind, dass immer mehr Menschen etwas in ihrem Gesicht korrigieren lassen. «Ältere Kundinnen zeigen häufig Bilder von Hollywood-Stars und möchten etwa Lippen wie Angelina Jolie», sagt die Ärztin Maria Gkaitatzi. Die jüngeren orientierten sich hauptsächlich an Menschen, die sie auf Instagram sehen.

Nathalie Céline und Santiago müssen für ihre Behandlungen nichts bezahlen, machen dafür aber publik, wo sie die Eingriffe haben vornehmen lassen.

Die Internet-Plattform bietet ihren Nutzern die Möglichkeit, Bilder und Videos hochzuladen und diese ihrem Netzwerk zu präsentieren. Wer die Beiträge von anderen anschaut, kann sie kommentieren oder liken – also den «Gefällt mir»-Knopf drücken. «Viele Junge definieren sich über ihren Social-Media-Auftritt», sagt Yvonne Haldimann, Projektleiterin Jugend und Medien des Bundesamtes für Sozialversicherungen. Sie sähen ihn als Teil ihrer Persönlichkeit. Man könne heute nicht mehr zwischen der virtuellen und der realen Welt trennen. «Digitale Medien gehören zum realen Leben, da die Benutzer durch sie auch Kontakt zu ihren Freunden pflegen», sagt Yvonne Haldimann.

Mehr Follower als DJ Bobo

Gemäss einer Studie der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften haben 87 Prozent der 12- bis 19-Jährigen in der Schweiz ein Profil auf Instagram. Rund drei Viertel von ihnen bewegen sich täglich darauf. Auch Nathalie Céline und Santiago sind auf Instagram vertreten und nutzen die Plattform intensiv. Vor allem Nathalie Céline ist sehr erfolgreich. Sie veröffentlicht mehrmals pro Woche kurze Videos und Bilder, zeigt sich mal sportlich gekleidet in der Stadt, mal im Bikini am Strand. Zudem postet sie sogenannte Motivations-Sprüche wie «Make your dreams happen» – zu Deutsch: «Lasse deine Träume wahr werden».

Rund 38'000 Menschen haben Nathalie Célines Kanal abonniert und schauen so regelmässig, was diese gerade treibt. Zum Vergleich: Dem TV-Moderator Sven Epiney folgen 12'700 Menschen, dem international bekannten DJ Bobo 21'200 und Francine Jordi 16'100. Roger Federer mit seinen knapp 6 Millionen Abonnenten spielt allerdings in einer anderen Liga.

Mit ihren 38'000 Followern gilt Nathalie Céline, wie auch Santiago mit seinen 10'300 Abonnenten, als Influencerin – als Person also, die ihr Umfeld beeinflusst. Beide werden deshalb von Firmen angeschrieben, damit sie auf Instagram für deren Produkte werben. Sie bekommen gratis Kleider und Make-up zugeschickt, die sie dann auf ihren Bildern tragen, womit sie auf die Marke aufmerksam machen.

Im Gegensatz zum EU-Raum sind in der Schweiz Schönheitseingriffe mit Erlaubnis der Eltern bereits ab 16 Jahren erlaubt.

Auch die Schönheitsklinik Beauty2Go ist auf Instagram vertreten. Sie arbeitet ebenfalls mit Influencern zusammen. Nathalie Céline und Santiago müssen für ihre Behandlungen nichts bezahlen, machen dafür aber publik, wo sie die Eingriffe haben vornehmen lassen. Yvonne Haldimann von «Jugend und Medien» findet diese Form der Werbung «nicht ideal», aber so laufe das heutzutage in der Wirtschaft. «Aus ökonomischer Sicht ist es dasselbe, wie wenn einem Prominenten ein Auto mit Firmenlogo darauf gesponsert wird.» Problematisch findet Haldimann, wenn via Influencer Minderjährige geködert werden sollen.

Im Gegensatz zum EU-Raum sind in der Schweiz Schönheitseingriffe, ob operativ oder nicht, mit Erlaubnis der Eltern nicht erst ab 18, sondern bereits ab 16 Jahren erlaubt. «Drängen die Minderjährigen darauf, stimmen viele Eltern dem Eingriff zu, weil sie denken, mit 18 tue es ihr Kind sowieso», sagt die Medienexpertin Yvonne Haldimann. Dem müsse aber nicht so sein: «Zwischen 16 und 18 Jahren passiert sehr viel im Leben der Jugendlichen. Ihr Fokus verschiebt sich.» Sie treten aus dem Jugendkosmos aus und in die Erwachsenenwelt ein. Die neuen Einflüsse können dazu führen, dass ihr eigenes Aussehen an Wichtigkeit verliert oder sie zumindest ihre Entscheidungen differenzierter überdenken.

Wie der Verband Swiss Plastic Surgery ist auch die Ärztin Maria Gkaitatzi von Beauty2Go dagegen, dass Minderjährige rein kosmetische Korrekturen vornehmen lassen. «Sind die Eltern aber einverstanden, führe ich die Eingriffe durch.» Die jungen Menschen würden sonst jemand anderes finden, der den Eingriff vornimmt, sagt Maria Gkaitatzi.

«Dass meine Lippen gemacht sind, ist kein Geheimnis»: Nathalie Céline in einem ihrer Videos. Video: Youtube

Jolanda, 51, die Mutter von Santiago Arnosti, ist froh, dass ihr Sohn sie nie um die Erlaubnis für einen Eingriff gefragt hat. «Ich wäre vermutlich dagegen gewesen», sagt sie. Sie verurteilt es allerdings nicht, dass er nun, als Volljähriger, sein Gesicht verändern liess. «Es ist sein Körper», findet sie. Man müsse akzeptieren, dass sich die Zeiten ändern und mit ihr die Jugend.

Karin, 54, die Mutter von Nathalie Céline, hält dagegen überhaupt nichts von Schönheitseingriffen. Sie hätte diese ihrer Tochter auf keinen Fall erlaubt. «Ich finde, man soll sich akzeptieren, wie man ist, und muss froh sein, einen gesunden Körper zu haben.» Sei jemand wirklich entstellt, könne sie es nachvollziehen, wenn etwas korrigiert wird. «Aber die Lippen zu vergrössern, nur weil es gerade im Trend ist, das finde ich nicht gut.» Nun sei ihre Tochter aber alt genug, eigene Entscheidungen zu treffen, und müsse dann auch die entsprechenden Konsequenzen tragen. Auch Karin fällt der Einfluss der sozialen Medien und der daraus resultierende Gruppendruck unter den Jugendlichen auf: «Jeder will der Schönste sein.»

Auch Yvonne Haldimann von «Jugend und Medien» sagt: «Um ihren Idolen nachzueifern, gehen die Jugendlichen heute weiter als früher.» Das sei besorgniserregend. «Eine Schönheitsbehandlung ist nicht mit einem T-Shirt zu vergleichen, das man abends wieder ausziehen kann.» Zudem befürchtet sie, dass es oft nicht bei einem Eingriff bleibt, sondern die Jugendlichen und jungen Erwachsenen immer mehr an sich korrigieren möchten.

Santiago kann verstehen, dass es einige Leute verrückt finden, sich bereits mit 21 eine Falte wegspritzen zu lassen.

Auch Noemi Chiara bedient sich Modetrends, um zu erklären, wie sich die Zeiten ändern: «Früher nähte man einen Blätz auf kaputte Hosen, heute bezahlt man mehr dafür als für ganze Hosen.» Sie findet, es sei doch schon immer so gewesen, dass die ältere Generation die Jungen nicht verstanden habe und deren Erscheinungsbild kritisierte. Dass nichtoperative Schönheitseingriffe einen Schritt weiter gehen als Modetrends, dementieren die drei jungen Erwachsenen. «Im Gegensatz zu Tätowierungen und den Einstichlöchern von Piercings bauen sich Hyaluron und Botox wieder ab», sagt Santiago. Er versteht es allerdings, dass es einige Leute verrückt finden, sich bereits mit 21 eine Falte wegspritzen zu lassen. Ihn habe sie halt sehr gestört, und da es das Angebot gebe, sie wegzumachen, habe er es in Anspruch genommen.

Thomas Fischer, Facharzt für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie und Vizepräsident von Swiss Plastic Surgery, bezeichnet Hyaluron als einen «genialen Stoff», der die Haut regeneriert. Er baut sich vollständig ab, und Spätfolgen seien keine bekannt. «Trotzdem muss man sich bewusst sein, dass es ein Eingriff in den Körper ist, der von erfahrenen Händen durchgeführt werden muss.»

Komplikationen vermeiden

Wird Hyaluron falsch injiziert, kann es durchaus zu schweren Komplikationen kommen. Sticht man etwa an einer Talgdrüse vorbei, können Bakterien in die Tiefe getragen werden und eine Infektion auslösen. Spritzt man Hyaluron in ein Blutgefäss, kann dieses verstopfen, was bis zum Absterben des Gewebes führen kann. Wird eine Arterie beim Augenlid mit der Nadel getroffen, kann es gar zur Erblindung kommen. «Wird am falschen Ort gespritzt und werden die Komplikationen nicht sofort erkannt, ist das eine Katastrophe», sagt Thomas Fischer und ergänzt: «Wer Hyaluron injiziert, muss die Anatomie des menschlichen Körpers sehr gut kennen.» Dazu reiche ein «Kürsli» nicht.

Ein grosses Problem der Beauty-Branche ist es nämlich, dass nichtoperative Schönheitseingriffe immer öfter auch von Kosmetikerinnen durchgeführt werden, die dazu gesetzlich nicht berechtigt sind. Gemäss einem Merkblatt des Heilmittelinstituts Swissmedic dürfen Produkte wie Hyaluron, die länger als dreissig Tage im Körper bleiben, nur von Ärzten gespritzt werden oder von einer diplomierten Pflegefachperson mit Weiterbildung im Bereich der Injektion langzeitverbleibender Produkte unter der Kontrolle und Verantwortung eines Arztes.

Eine Schönheitsoperation unter Vollnarkose würden die drei jungen Erwachsenen nicht machen. Das gehe ihnen zu weit – zumindest im Moment.

Aus Sicht des Verbandes der Schönheitschirurgen reicht diese rechtliche Grundlage nicht aus. Er fordert ein rigoroses Spritzverbot für Kosmetikerinnen. Diese sollen auch keine Substanzen injizieren dürfen, die kürzer als dreissig Tage im Körper bleiben. Dies, weil auch sogenannte milde Produkte bei falscher Anwendung erhebliche Schäden anrichten können.

Nathalie Céline, Noemi Chiara und Santiago betonen, sie würden die Eingriffe nie in einem Kosmetikstudio vornehmen lassen. Ihnen sei bewusst, dass es zu Komplikationen kommen kann. Ihren Ärzten aber hätten sie vertraut und deshalb keine Angst gehabt vor den Behandlungen. Und in einem weiteren Punkt sind sich die drei einig: Eine Schönheitsoperation unter Vollnarkose würden sie nicht machen. Das gehe ihnen zu weit – zumindest im Moment.

Erstellt: 17.06.2019, 17:36 Uhr

Tipps für Eltern im Umgang mit Social Media

Viele Eltern machen sich Sorgen, wenn ihre Kinder auf Internet-Plattformen nach Anerkennung suchen oder Influencern nacheifern, die ein unrealistisches Körperbild propagieren. Fachstellen wie die Pro Juventute oder «Jugend und Medien» des Bundesamtes für Sozialversicherungen geben folgende Tipps:


  • Fördern Sie das kritische Denken Ihres Kindes. Erklären Sie, dass nicht alles, was im Internet abgebildet wird, der Realität entspricht. Viele Bilder sind retuschiert.



  • Machen Sie Ihrem Kind bewusst, dass auch das Nichtperfekte zum Leben gehört.



  • Ermuntern Sie Ihr Kind, sich an Menschen im direkten Umfeld zu orientieren und nicht an Unbekannten, die sich inszenieren.



  • Stärken Sie das Selbstbewusstsein Ihres Kindes, indem Sie seine Talente und Besonderheiten betonen.



  • Besprechen Sie mit Ihrem Kind, wie es sich im Internet zeigen und wie viel es von sich preisgeben will.



Substanzen der Schönheitsmedizin

Hyaluronsäure ist ein körpereigener Stoff, der in der Haut und in der Gelenkflüssigkeit vorkommt, Wasser bindet und für mehr Elastizität sorgt. Wird die Säure injiziert, erhalten Lippen mehr Volumen, und Fältchen werden aufgepolstert. Zum Glätten von Falten wird auch Botulinumtoxin, bekannt als Botox, eingesetzt. Dieses ist ein Nervengift, das die Muskeln vorübergehend lähmt. Wird es etwa in die Stirn gespritzt, kann man diese nicht mehr runzeln. Die Wirkung hält rund sechs Monate an.

Fettpölsterchen werden mit Phosphatidylcholin weggespritzt. Dieses kommt in jeder lebenden Zelle vor. Für die ästhetische Medizin wird der Wirkstoff aus Sojabohnen gewonnen. Dringt er ins Fettgewebe ein, löst er dieses auf. Das aufgelöste Fett wird über die Blutlaufbahn zur Leber transportiert und dort abgebaut.


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