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Sprayer auf Video identifiziertZürcher Kunsthaus reicht Strafanzeige gegen Harald Naegeli ein

Der bekannte Künstler Harald Naegeli soll Graffiti an den Fassaden des Kunsthauses angebracht haben. Dieses hat eine Strafanzeige wegen Sachbeschädigung gegen ihn eingereicht.

Der 80-jährige Harald Naegeli, der Sprayer von Zürich, wird nicht müde. Kürzlich war er noch mit seinem Totentanz im Grossmünster beschäftigt, jetzt soll er das Zürcher Kunsthaus angesprayt haben.
Der 80-jährige Harald Naegeli, der Sprayer von Zürich, wird nicht müde. Kürzlich war er noch mit seinem Totentanz im Grossmünster beschäftigt, jetzt soll er das Zürcher Kunsthaus angesprayt haben.
Archivfoto: Doris Fanconi

Die Stiftung Zürcher Kunsthaus, welche die Liegenschaften des Kunsthauses verwaltet, hat die Sachbeschädigung angezeigt und die Sprayereien entfernen lassen, wie ein Sprecher des Museums am Dienstag eine Meldung von «Lokalinfo» bestätigte.

Die Graffiti seien um den 20. April herum entdeckt worden. Harald Naegeli sei auf den Videoaufnahmen einwandfrei identifiziert, und die Sprayereien seien mittlerweile entfernt worden.

Bekannter Sprayer

Der 80-jährige Harald Naegeli erlangte Ende der 70er-Jahre Berühmtheit, als er nachts und anonym die sauberen Wände Zürichs mit 400 bis 600 langgliedrigen Strichfiguren bemalte.

Mit diesen Provokationen löste er einen Riesenwirbel aus und wurde gerichtlich verfolgt. 1981 verurteilte ihn das Zürcher Obergericht wegen Sachbeschädigung zu neun Monaten Gefängnis und einer saftigen Busse. Naegeli floh nach Deutschland und malte dort seine Graffiti. Aus dem «Sprayer von Zürich» wurde ein international bekannter Künstler.

SDA