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Überlastete SpitälerZürich verweigert Befehl des Bundesrates

Der Kanton will weiterhin nicht dringende Operationen durchführen. Dies, obwohl Bundesrat Alain Berset den Verzicht fordert, weil in der Westschweiz immer mehr Spitäler am Anschlag sind.

Zürichs Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli hat eine Order aus Bern zurückgewiesen: Bundesrat Alain Berset in einer Diskussion mit Rickli anlässlich einer Sommersession im Nationalrat in Bern. (Archiv)
Zürichs Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli hat eine Order aus Bern zurückgewiesen: Bundesrat Alain Berset in einer Diskussion mit Rickli anlässlich einer Sommersession im Nationalrat in Bern. (Archiv)
Foto: Alessandro della Valle  (Keystone)

Der Ärger stand Gesundheitsminister Alain Berset am Mittwoch ins Gesicht geschrieben. Obwohl Westschweizer Spitäler dringend auf Entlastung angewiesen sind, lassen einige Deutschschweizer Kantone in ihren Spitälern noch immer Wahleingriffe und nicht dringende Operationen zu. Damit müsse nun Schluss sein, sagte Berset. Seine Kritik richtet sich vor allem an den Kanton Zürich.

Doch die Zürcher Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli weist die Order aus Bern zurück: «Es ist derzeit nicht nötig, alle elektiven Eingriffe abzusagen. Die Zürcher Spitäler reagieren flexibel nach Bedarf», sagte sie am Donnerstag auf Anfrage. Auch für die Nicht-Corona-Patienten müsse die Versorgung sichergestellt werden. Es gelte zu vermeiden, dass sich die Leute wie im Frühling nicht mehr ins Spital wagten, obwohl sie eine Behandlung nötig hätten. Auch der Thurgauer Gesundheitsdirektor Urs Martin weist die Kritik Bersets zurück. Der Moment für die Verschiebung von Wahleingriffen sei noch nicht gekommen, sagte Martin gegenüber CH Media.

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